Über uns


JOHANNA SEND
Jahrgang 1947. Diplommathematikerin und Staatsexamen in Mathematik und Physik. Befähigung zum Höheren Lehramt in Mathematik und Physik in Hamburg erworben. Nach Tätigkeit im hamburgischen Schuldienst bis 1976 und anschließendem Wechsel an das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) in Göttingen langjährig als Studiendirektorin in der erweiterten Schulleitung des OHG tätig. 2011 Ausscheiden aus dem aktiven Dienst. Seit 1992 Experimentalvorträge zu den Lichtenbergschen Figuren, benannt nach Georg Christoph Lichtenberg  (1742 - 1799, Professur für Experimentalphysik in Göttingen). 2015 Vorstellung des Nachbaus der Elektrisiermaschine nach Le Roy, die Lichtenberg in seinen Vorlesungen verwendet hat. Exponat in der Ausstellung Lichtenberg reloaded! im Deutschen Museum für Karrikatur & Zeichenkunst.

WOLFGANG SEND
Jahrgang 1944, Physiker. Promotion in theoretischer Gasdynamik Hamburg 1976. Bis Oktober 2009 Strömungsmechaniker beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) im Institut für Aeroelastik, Göttingen. Langjähriges Arbeitsgebiet war die Instationäre Aerodynamik und Stabilitätsanalyse für moderne Luftfahrzeugkonstruktionen (theoretische Begleitung der Airbus-Entwicklung). Lehrbefähigung für das Höhere Lehramt in Mathematik und Physik. 1985 bis 2003 Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Flugbiophysik (Zoologisches Institut) an der Universität Göttingen und Vorlesungen zur Aerodynamik des Tierflugs. 2006 Preisträger des Berblinger Wettbewerbs der Stadt Ulm mit einer Machbarkeitsstudie für einen zweisitzigen Schwingenflieger. 2009 bis 2011 mit einem kleinen Team die Entwicklung von SmartBird. Ab 2011 zunächst eine Machbarkeitsstudie für die Anwendung des Hubflügelgenerators in Luft, danach Forschungs- und Entwicklungsarbeiten bis zur Vorstellung des DualWingGenerator auf der Hannovermesse 2014. Beide Projekte SmartBird und DualWingGenerator fanden statt und wurden voll finanziert im Rahmen des Bionic Learning Network der Festo AG in Esslingen.  Mehr über Wolfgang Send ...  

FELIX SCHARSTEIN
Jahrgang 1966. Langjährig als freiberuflicher Feinmechaniker tätig, technische und künstlerische Arbeiten für Museen und Ausstellungen. Hat 2013 seine Beteiligung bei ANIPROP GbR an Johanna Send übergeben und hauptberuflich die Geschäftsführung der Zyklus Metallbau GmbH in Berlin übernommen.


FIRMENGESCHICHTE
ANIPROP GbR ist 1995 ins Leben gerufen mit der Absicht, eigene Forschungsmittel zu erwirtschaften für Versuche und Überlegungen zur Einbeziehung der Mechanismen des Vortriebs der fliegenden Lebewesen - des Schwingenflugs - in die flugsportliche und flugtechnische Nutzung.Über die Herstellung und den Verkauf von Versuchsgeräten zur Physik des Fliegens und andere Aktivitäten ist dies auch in bescheidenem Umfang gelungen. Zunächst Erprobung von frei fliegenden Schwingenflugmodellen. Das Schaumodell SM1 ist  unverändert in verschiedenen Bionik-Ausstellungen zu sehen. Die Versuchseinrichtung ANIPROP RL3 zu den Grundlagen des Fliegens hat nach ihrer Entwicklung 1996 große Anerkennung durch Einladungen zu Demonstrationen und physikalischen und technischen Kolloquien im In- und Ausland erfahren. November 2000 war die Experimentalvorlesung The Physics of Flying von einer internationalen Jury als einer der beiden deutschen Beiträge auf dem Wissenschaftsfestival Physics-on-Stage beim CERN in Genf ausgewählt worden. 2002 "Highlights der Physik 2002" in Duisburg, veranstaltet von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und anderen Institutionen. 2003 der öffentliche Vortrag anlässlich des jährlichen Deutschen Luft- und Raumfahrtkongresses im November in München, der ganz im Zeichen der einhundertsten Wiederkehr des ersten Motorflugs 1903 der Gebrüder Wright stand.

Entwicklung des Hubflügelgenerators ab 2004 als Beitrag zur Gewinnung regenerativer Energien. Der zugehörige Wasserkanal im Labormaßstab stand 2006 im Zentrum des öffentlichen Vortrags The da Vinci Vortex auf dem "12th International Symposium on Flow Visualization" in Göttingen, das vom DLR ausgerichtet wurde. 2004 bis 2006 Bau und Erprobung des Technologiedemonstrators ANIPROP HFG 3 in einem Nebenkanal des Lech im Zentrum von Augsburg.

Mit der Entwicklung des kleinen Windkanals ANIPROP KWK3 ist der Versuch unternommen, eine Lücke zu schließen, die bei der Vermittlung der Physik des Fliegens offenkundig ist. Für physikalische Praktika und für den Schulunterricht fehlte bislang eine qualifizierte kleine Versuchseinrichtung. Das Gerät wurde 2007 in der Version KWK2 an den Markt gebracht und ist ab 2014 mit zahlreichen wesentlichen Verbesserungen als KWK3 lieferbar.

Für Laborabeiten und anspruchsvollere Ausbildung wurde 2016 der Große Windkanal ANIPROP GWK3 entwickelt. Der Antrieb ist zugleich als Baugruppe für größere Kanäle gedacht, wie eine Ausführung schon mit sechs Baugruppen für  die Festo AG auf der Hannovermesse 2011 präsentiert wurde. 

2009 bis 2011 Entwicklung des künstlichen Vogels SmartBird mit einem kleinem Team im Auftrag der Festo AG. Vorstellung auf der Hannovermesse 2011. SmartBird wurde wissenschaftlich und vor allem auch medial für das Unternehmen Festo ein weltweiter Erfolg wegen seiner bislang unerreichten Flugeigenschaften.

2011 bis 2014 zunächst Machbarkeitsstudie, dann Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für den Hubflügelgenerator. Zusammen mit der Festo AG Vorstellung des DualWingGenerator auf der Hannovermesse 2014. Die vierflügelige Maschine eröffnet neue Perspektiven für die Gewinnung von Windenergie.

Unterhaltung eines eigenen strömungsphysikalischen Labors mit Windkanälen, messtechnischen Einrichtungen und einer Werkstatt zur Entwicklung von Versuchsgeräten und Kleinserien.

Mit dem Ausscheiden von Wolfgang Send aus dem DLR Ende 2009 hat ANIPROP GbR einen rasanten Aufschwung erfahren mit Forschungsaufträgen aus der Industrie und dem Bau auch größerer Versuchsanlagen im Bereich der Strömungsmechanik.